Meine Meinung zu politischen Themen

Die Cadenberger fühlen sich von Ferlemann nicht ernst genommen

Der hiesige CDU-Bundestagsabgeordnete und Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann erklärt, dass der Bürgerentscheid gegen die Cadenberger Ortsumgehung in die regionalen Belange des Planungsprozesses einfließt. Seine Position zum gesamten Verfahrensverlauf aber befremdet. Der Staatssekretär versteht die Cadenberger nicht.

Mehrfach erreichten mich Stimmen aus der Bevölkerung, die sich empörten: "Wir werden nicht ernst genommen." Langatmig und hochgradig kompliziert wird den Cadenbergern suggeriert, dass der Bürgerentscheid zur geplanten Verlegung der B 73 (Ortsumgehung) zwar prozessual einfließe, gleichwohl aber als einer von vielen Aspekten in der Bedeutungslosigkeit versinkt.

Ich wünsche mir mehr Respekt vom CDU-Bundestagsabgeordneten gegenüber den Cadenberger Bürgern, die sich keineswegs generell gegen eine Ortsumgehung ausgesprochen haben. Mit ihrem Bürgerentscheid haben sie zum Ausdruck gebracht, dass sie aus guten Gründen keinen zeitnahen Bau wünschen und unterstreichen dies mit der zurzeit noch relativ geringen Verkehrsdichte.

Die Bürger haben ferner zum Ausdruck gebracht, dass nach Fertigstellung der Ortsumgehung Otterndorf vorrangig die Engpässe ab Himelpforten in Richtung Hamburg in Angriff genommen werden sollten, um dort endlich Entlasstung zu schaffen. Erst danach könnte Cadenberge folgen, vorausgesetzt, dass vorliegende Prognosen hinsichtlich des zu erwartenden Verkehrsaufkommens eintreffen. Darüber aber verliert Ferlemann kein Wort.

Ich bedaure, dass der Staatssekretär mit seiner Stellungnahme in die Rolle eines Lehrmeisters schlüpft und die Basis offenkundig nicht ernst nimmt.

Detlef Horeis, Oberndorf